26. April 1993

Montag 1993 Mittwoch 2023
In Mathe besprachen wir die Arbeit. Ich habe 1,1!!!!!
Die Computertechnikarbeit lief gut. In Deutsch hatten wir 3 Französinnen in der Klasse. Zwei mit Schnurrbart und eine Geniale. Die letzte Stunde fiel aus, weil wir am Donnerstag Deutsch hatten. Während der Zugfahrt hatte ich Martins Brille auf. So eine brauche ich unbedingt. In Großheim tyrannisierte ich Hans und Leif wegen „Brilla kaufa, bllge, bllge Prais!“. Ich fand aber nirgends eine. Ich ging zu Fuß ins Musikland, ließ mich beraten wegen Becken, kaufte ein Alpha Crash und zwei Felle. Zuhause stellte ich mein Schlagzeug um, schraubte die Felle drauf (genial) und rief Ganghebel an.
Er hat das Schlagzeug verkauft.
Arschloch.
Um 9 kam Marc nochmal. Wir fuhren zum Jugendraum, jagten der Sandra H. nach, hörten bei ihm noch ein bisschen Aerosmith. Um 10 Uhr ging er duschen und ich nach Hause. Es ist jetzt 23:02 Uhr. Gute Nacht.
 Es geht alles irgendwie und jetzt gerade bin ich damit nicht zufrieden. Aber ich weiß auch nicht, wie es anders sein sollte. Ich habe keine Vorstellung, wie Leben besser aussehen würde. Ich sitze hier in meinem Auto und das ist schon das beste Auto, das ich mir vorstellen kann und ich tippe auf einem Computer, und ich brauche sicher keinen besseren und meine Tage sind voll und vielfältig und die Menschen sind nett und und ich habe gute Gespräche, ich habe keine Geldsorgen und auch keine Angst vor der Zukunft, die Umstände in meinem Leben kann ich mir nicht besser vorstellen, sobald mir eine Idee kommt, wie ich irgendwas verbessern kann, freue ich mich, dass ich etwas zu tun habe, um mein Leben zu verbessern, letzte Woche habe ich mir einen Messerschleifer gekauft, der funktioniert echt gut, jetzt können alle Messer Papier schneiden, aber es muss doch noch was geben, es muss mir doch noch einfallen, was ich machen will. Was macht man mit einem angebrochenen Leben?

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