20. November

Samstag 1993   Mittwoch 2013
Meine Mutter weckte mich um 8 Uhr. Ich sollte in die Metzgerei und zum Café[1].
Ich brachte das Papier[2] weg und meine Schwester machte das andere statt mir.
Meine Geschwister und ich spielten von 10 Uhr bis 12 Uhr das Spiel des Lebens.
Um zwölf Uhr kam Marc und holte den Schlüssel[3], aber es waren schon wieder Schützen im Proberaum. Am Nachmittag gingen wir doch in den Proberaum, stellten 2 Bier kalt und tranken sie. Wir machten aus, dass wir heute Verstehen Sie Spaß? anschauen und dann nach Schiffstetten ins Weinhaus U. gehen, dessen Junior sturmfrei hat. Als wir dort ankamen (Marc fuhr), schaute ich zum Fenster rein -> Scheiß Fest. Wir suchten Gabrieles Haus, fanden es und fuhren nach Nussingen. Dort hatte es noch mehr Autos als gestern -> Bei Marc schauten wir noch so’n scheiß Sexfilm von 1813 oder so an und um ½ 2 war ich im Bett.
P.S. Gabriele geht mit Deiser und ich fühl mich deswegen scheiße.
  Deutschland ist ein ökonomisiertes Land, sogar der Kitaplatz dient der Wirtschaft und die ganzen Sozialleistungen sind nur dazu da, alle Menschen in den ökonomischen Prozess miteinzubeziehen, aber wenigstens werden sie miteinbezogen, man bekommt eine Ausbildung, meist sogar eine kostenlose oder bezahlte Ausbildung und hat nicht Schulden, und man bekommt auch Geld, wenn man mal keinen Job findet und auch wenn es nicht viel ist, in anderen Ländern ist es weniger, aber das ist auch gut für unsere Wirtschaft, denn wenn Menschen wirkliche Existenzprobleme haben, dann werden sie auch gewalttätiger und verüben mehr Verbrechen, Leben und Investieren ist dort unsicherer und teurer, hier kann man immer irgendwie überleben, verhungern muss niemand, in anderen Ländern ist es sehr viel nachvollziehbarer ein Verbrechen zu begehen, um seine Existenz zu sichern, denn wenn man die verliert, steht man vor dem absoluten Nichts, gut, dass das schlecht für die deutsche Wirtschaft ist.

 



[1] Bäckerei

[2] Altpapier zum Container

[3] für den Proberaum

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