21. November

Sonntag 1993   Donnerstag 2013
Um 10 Uhr war Musikprobe[1]. Ich musste mein noch nicht vorhandenes Schlagzeugsolo nicht spielen. Danach aßen wir (Familie) im OHG[2] in Marktstetten, warteten 2 Stunden auf’s Essen und dann war’s zu wenig. Ich ging in den Proberaum und spielte ein bisschen rum. Danach übte ich noch auf dem Pad[3] daheim. Ich setzte mich vor den Fernseher. Um ¼ 9 Uhr kam „Die Geister, die ich rief“. Ich schaute es im oberen Zimmer an (unten Tatort). Der Film war gut und ziemlich rührend. Danach duschte ich und legte mich ins Bett.   Im Haus streitet ein Paar, der Mann muffelt nur manchmal ein paar Sätze vor sich hin, die Frau schreit die ganze Zeit, über mehrere Stunden, ihre Stimme überschlägt sich, man versteht sie nicht genau, etwas wie: Sie kocht nie wieder für ihn! Nichts ist richtig!! Und gar nichts kann sie richtig machen!!! Und er sagt nichts und das regt sie wohl noch mehr auf, sie schreit und schreit und schreit. Warum sollte man so ein Leben ertragen wollen, wie können die beiden zusammenbleiben? Es ist wohl nicht schlimm genug, für sie muss es wohl schlimmer sein, bevor sich was ändert.

 



[1] Probe des Musikvereins

[2] Offizierskantine des Truppenübungsplatzes

[3] Gummiübungsplatte

Ein Gedanke zu “21. November

  1. Irgendwie kurios. Ich kucke jeden Tag in den „Faden“ wie andere wohl GZSZ sehen. Obwohl … für so eine scheiß Soap war mir immer die Zeit zu schade.
    So genehmige ich mir aber immer wenn´s geht 5 Min. am Tag und schwelge in alten Erinnerungen … überlege was ich gerade in der Zeit vor 20 Jahren gemacht hab … und vergleiche heute das Stadtleben mit dem Landleben.
    Trotz der vermeintlich riesigen Unterschiede gibt es doch parallelen.
    Nur habe ich wohl mehr Platz mich zu verdrücken, wenn mir jemand oder etwas auf den Sack geht.
    Muss überhaupt etwas verglichen werden ?!? Oder isses einfach wie es is !?

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