25. November

Samstag 1989   Montag 2013
Ich ging erst um 12 Uhr aus dem Bett. Dann machte ich die Hausaufgaben vom Donnerstag (1 Stunde!). Ich müsste eigentlich noch Schreibmaschinenschreiben, aber dazu habe ich keine Lust. Ich wollte den Hinterreifen von meinem neu lackierten Winterfahrrad flicken, aber ich durfte nicht.   Der November ist der Monat, in dem man sterben sollte, das passt am besten und man kann die Beerdigung dementsprechend inszenieren, die Begräbnisfeiergäste sollen sich alle als Vampire verkleiden, sehr geehrte Angehörige und Angehörigerinnen, die Bestattung findet am 28. November um 20 Uhr auf der städtischen Begräbnisanlage im Bereich 19 VI statt. Bitte bringen Sie ihre gewünschten Getränke selbst mit, für Kühlschrank, Musik[1] und Snacks wird gesorgt. Der Tod kommt zu allen Menschen, und wenn jemand stirbt, dann ist es nur unangenehm für die Angehörigen, wie verhält man sich angemessen, wenn Angehörige von Freunden sterben, dann steht man da und hat das Gefühl, man müsste das Gegenüber in den Arm nehmen, man ist sich nicht sicher, ob das angebracht ist, wenn die Tränen in den Augen stehen und die Worte stocken und mit dem lächelnden Wegzwinkern das Auge überläuft.
Donnerstag 1993  
Ich ging wie immer zur Schule. Um 12 Uhr ging ich heim. Keinen Bock auf Elektrotechnik-Übungen. Ich traf Marc, als er heimlief. Er redete 3 Wörter mit mir, und als ich ihm sagte, dass er am Samstag nicht mit Truce[2] proben könne, weil ich mit der Abi-Band üben wollte, sagte er nur, das solle Hans[3] mit Tischbein[4] ausmachen (???). (Dieser Satz ergibt keinen Sinn!) Am Nachmittag wollte ich eigentlich Französisch lernen, aber saß nur vorm Fernseher. Erst um 6 Uhr lernte ich, dann aber bis 8 Uhr -> Bett.  

 



[1] Als Geschäftsidee für MUJAY

[2] seine Band

[3] sein Gitarrist

[4] sein Bassist

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