26. November

Sonntag 1989   Dienstag 2013
Um 9.30 Uhr musste ich ministrieren[1].   Man gewöhnt sich an das, was man in seinem Leben hat. Ich habe kein Geld in meinem Leben, heute musste ich meine angemahnte Telefonrechnung im Shop bar bezahlen, damit ich weiterhin telefonieren kann und mein Internet funktioniert, das sind keine ungewöhnlichen Zustände in dieser Stadt, die von einem Mindestlohn von 8 Euro 50 nur deshalb nicht provitieren würde, weil die Jobs meist nicht sozialversicherungspflichtig, sondern auf Honorarbasis sind, und so kann man mit 8,50/h nur Hartz IV beantragen, aber die Sonne scheint heute und die Busse sind gelb und fahren durch die ganze Stadt und man richtet sich in dieser prekären Lebensweise ein, heute gibt es die Nudeln von gestern noch mal, doch das Ende des Monats naht und alles könnte auch viel schlimmer sein, die Tage sind kurz und es wird schon bald wieder dunkel und nur noch ein paar Mal schlafen, dann ist alles wieder anders.
Freitag 1993  
Ich dachte eigentlich, dass es gut gelaufen war, aber Heimle machte alle Hoffnungen zunichte (Französisch). TM[2] war wie immer. Ich sollte bis Dienstag meinen Zahnarztzettel abgeben, sonst muss ich 5 Mark zahlen. In der Mittagspause kaufte Hans 100g Krabben (gefroren, frisch) (ungeschält) und hängte sie während Englisch zum Fenster hinaus, wo sie wieder gefroren. Wir machten wieder Gruppenarbeit und jeder musste etwas vortragen. Daheim d.h. im Proberaum übte ich ein Schlagzeugsolo. In der Musikprobe war Marc nicht da und ich spielte ein Schlagzeugsolo, das niemandem gefiel. Danach ging ich heim.
P.S. Hatte am Nachmittag im Restaurant angerufen. Barbara holt mich ab und Andrea bringt mir noch etwas, was ich mitnehmen muss.
 

 

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